Credo

Auf diesen Seiten möchte ich darlegen, was ich glaube. Ich tue es aus zwei Gründen. Erstens, weil ich es ein wenig leid bin, als Nichtreformierter, wenn man mir nicht vollständig den Glauben abspricht, als halber Ketzer gebrandmarkt oder als unwissender Christ bemitleidet zu werden, und zweitens, weil ich mir wünsche, dass junge Menschen nicht zuerst theologische Systeme verteidigen, sondern ihre Bibel studieren.

Vorbemerkung 1: Ich sehe es als ein großes Vorrecht an, erst ca. 10 Jahre nach meiner Bekehrung auf die unterschiedlichen theologischen Systeme gestoßen zu sein, die man unter den Schlagworten „Calvinismus“ und „Arminianismus“ zusammenfasst. Ich durfte die Bibel über 10 Mal durchlesen und mir jahrelang eigene Gedanken machen, ohne dass mein Denken (zu sehr) von Systemen geprägt wurde.

Vorbemerkung 2: Ich danke meinen reformierten Lehrern am Martin-Bucer-Seminar, dass sie mich als Schüler ertragen haben und mich „zwangen“, gute reformierte Theologie von Calvin bis Grudem zu lesen. Auch wenn ich mich selbst eher mit dem Gedankengut eines Arminius anfreunden kann, liebe ich meine reformierten Bekannten und Freunde, bete für sie (und zwar nicht, dass sie ihre theologische Position aufgeben, sondern , dass sie das Reich Gottes an dem Punkt bauen, wo sie stehen) und danke Gott, dass sie mir in vielen, vielen Punkten ein leuchtendes Vorbild sind.

Vorbemerkung 3: Ich wollte nie in Lehrstreitigkeiten hinein gezogen werden und will es immer noch nicht. Niemand mache mich bitte zum Aushängeschild für irgendeinen “-Ismus“ und ich werde mir das Recht vorbehalten, nur die E-Mails zu beantworten, die ich beantworten will bzw. gehässige E-Mails mit Namensnennung auf meiner Facebook-Seite zu posten.

Dieser Abschnitt bei frogwords ist im Aufbau! Änderungen geschehen, wie ich Zeit finde.

Aussagen über das große Ganze (und ein paar Details)
  • Der Mensch ist auf Offenbarung angewiesen, um Gott oder sich selbst soweit es ihm möglich ist zu erkennen.
  • Gottes Offenbarung findet sich in der Bibel. Sie ist Gottes Liebesbrief an den Menschen.
  • Gott ist mehr an unserem Charakter interessiert, als an unserer Lehre (1Korinther 13,1-3).
  • Nicht alle Lehrfragen besitzen dieselbe Wertigkeit und Wichtigkeit (Titus 3,9.10).
  • Die heilsentscheidende „Lehre des Christus“ umfasst wenige, den Christus und unser Verhältnis zu ihm betreffende Grundwahrheiten, ohne die man nicht Christ sein kann (2Johannes 9).
  • Christen werden an ihrer Liebe zueinander erkannt (Johannes 13,34.35).
  • Ohne Liebe ist Begabung, Wissen, Glaubenskraft und persönlicher Einsatz sinnlos (1Korinther 13,1-3). Predigten haben das Ziel Liebeskompetenz zu vermitteln (1Timotheus 1,5).
  • Gott hat durch die Kirchengeschichte hindurch mit den verrücktesten Leuten aus allen Lagern sein Reich gebaut.
  • Es gibt ein Gericht über jedes Leben (Prediger 12,13.14).
  • Rettung ist zu aller Zeit aus Glauben und nicht aus verdienstlichen Werken.
  • Ich bin, was ich lebe, und nur das (Lukas 6,43-45).
  • Gott hat in der Kirchengeschichte mit mangelhaften Bibelübersetzungen (Septuaginta!) Reich Gottes gebaut. Gottes Kommunikation hängt nicht an jedem Wort, obwohl jedes Wort der Bibel in den Urschriften von Gottes Geist inspiriert ist.
  • Es gibt nur eine Kirche, das ist die Gemeinschaft der aus Gnade durch Glauben Geretteten.
  • Es gibt keinen teuflischen Musikstil und keine für die Anbetung nicht erlaubten Musikinstrumente.
  • Es gibt keine Speisegebote für Christen (Markus 7,19).
  • Wenn Christen „im Namen der Wahrheit“ miteinander streiten, dann bleibt zumeist die Liebe auf der Strecke, es geht um zweitklassige Fragen und das Reich Gottes wird nicht voran gebracht.
  • Christen in Deutschland beten viel zu wenig, fasten so gut wie nie und haben von Gelübden keine Ahnung (ich schließe mich mit ein).
Aussagen über Gott
  • Gott offenbart sich mindestens in der Natur, der Geschichte, der Bibel und dem Gewissen des Menschen.
  • Gott ist Schöpfer, Erhalter und Richter der ganzen Welt (Himmel und Erde).
  • Gott ist souverän, legt sämtliche Regeln (Naturgesetze, Ethik, Prinzipien der Errettung) fest und ist gleichzeitig nur durch sein eigenes Wesen gebunden.
  • Gott kennt die Zukunft.
  • Gott ist vollkommen gut und nicht der Urheber der Sünde.
  • Liebe und Heiligkeit bilden das Zentrum der göttlichen Selbstoffenbarung.
  • Gott ist kein Lügner. Wenn er von seinem Willen spricht, dann meint er, was er sagt.
  • Gott ist ein dreieiniger Gott. Er ist drei und eins. Ein Gott, der sich in Raum und Zeit als drei Personen offenbart, die einen Willen teilen, unterschiedliche Funktionen innerhalb der Dreieinigkeit erfüllen und jeder für sich „Gott“ sind.
  • Gott ist Geist, d.h. er ist nicht materiell.

Aussagen über die Errettung
  • Es gibt ein absolutes richtig und falsch. Nicht jedes Tun mag in allen Umständen dieselbe Wertung erfahren (z.B. Töten im Fall von Selbstverteidigung im Vergleich zu Töten in einem unprovozierten Angriffskrieg), aber das schließt nicht aus, dass jede Tat unter allen Umständen nur entweder falsch oder richtig sein
  • Sünde ist eine Realität und umfasst Absichten, Gedanken, Worte und Taten.
  • Sünde beginnt, wo ich die Erwartungen des heiligen und guten Schöpfers an meine Leben nicht erfülle.
  • Jeder Mensch ist ein Sünder und hat Errettung nötig.
  • Errettung geschieht immer durch Glauben.
  • Echter Glaube verändert das Leben und wird im Tun sichtbar. Das gerechte Verhalten des Gläubigen ist ein Beweis für die Echtheit seines Glaubens, aber nur eine Folge nicht die Ursache seiner Errettung.
  • Die Bibel fordert alle Menschen auf, Buße zu tun, an das Evangelium zu glauben und sich zu bekehren.
  • Im Glauben vertraue ich auf die Verdienste eines Anderen, nämlich Jesus.
  • Dass ich glauben kann, sprich, dass es etwas zum Glauben gibt, ist reine Gnade.
  • Ein Glaube, der nicht dazu führt, dass Jesus Herr im Leben des Gläubigen wird und der nicht an die Auferstehung Jesu glaubt ist wertlos.
  • Es gibt „Glauben“, der zeitlich begrenzt ist und einer Prüfung durch Leid nicht standhält, weil es sich dabei nur um ein Lippenbekenntnis ohne Tiefgang handelt.
  • Der Heilige Geist zieht den Ungläubigen und will ihn von seiner Sünde, von Gottes Gerechtigkeit in Jesus und der Gefahr eines zukünftigen Gerichts überzeugen.
  • Der Ungläubige ist geistlich tot und kann durch keine eigene Anstrengung gerettet werden. Er kann jedoch vor Gott kapitulieren (= glauben) und das Gnadengeschenk des ewigen Lebens annehmen.
  • Das Glauben eines Menschen ist ein Tun, aber kein (verdienstliches) Werk.
Aussagen über den Menschen

Weil Geist- Gebet, weil Liebe…, weil Heiligkeit… weil Dreieinigkeit/Bez… weil souverän…Mann und Frau, „freier“ Wille

Aussagen über die Zukunft

Dispens., Gericht, Auferstehung, hölle

credo.txt · Zuletzt geändert: 2012/04/13 14:19 von frosch